Warum scheitern Transformationen?
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Mehr InformationenWenn heute dein letzter Arbeitstag wäre – was würden die Menschen über dich sagen?
Diese Frage hat es in sich. Sie bringt uns dorthin zurück, worauf es wirklich ankommt: Wirkung. Sinn. Verbindung.
Am Ende der Karriere interessiert die Menschen nicht der letzte EBIT, den sie abgeliefert haben, sondern vor allem das Gefühl, das sie bei den Menschen ausgelöst haben, mit denen sie zusammengearbeitet haben.
Viel zu spät erkennen die meisten, dass es nicht die Zahlen, Daten oder Fakten sind, sondern die Menschen und ihre Gefühle, die den Unterschied machen. Wer das erkennt, wird gewissermassen auch ganz nebenbei gute EBITs abliefern und auch Change erfolgreich führen.
Genau daran scheitern aber die meisten Transformationen. Fast jede Organisation, die ich in letzter Zeit getroffen habe, steckt gerade mitten in einer Transformation.
Neue Strategien, neue Strukturen, neue Technologien, neue Arbeitsweisen. Veränderung ist allgegenwärtig – und doch: Sieben von zehn Change-Projekten verfehlen ihre Ziele (McKinsey). Das ist nicht nur ineffizient – es ist frustrierend. Für Mitarbeitende. Für Führungskräfte. Für uns alle.
Aber warum ist das so?
Nicht, weil die Strategien nicht stimmen. Nicht, weil es keine klaren Roadmaps, Pläne oder Strukturen gibt. Sondern weil wir die wichtigste Dimension übersehen:
Menschen folgen keinen Daten – sie folgen Menschen. Und ihren Emotionen.
Veränderung passiert nicht durch ein Excel-Sheet. Wir Menschen ändern uns aufgrund von Gefühlen. Es ist immer ein Spannungsfeld zwischen Unsicherheit und Zuversicht. Zwischen Verlust und Aufbruch.
Nur wenn wir es schaffen, die positiven Emotionen zu aktivieren, werden die Menschen den Mut aufbringen, den Schritt in das Ungewisse zu machen.
In diesem Spannungsfeld braucht es weniger Pläne und Prozesse, sondern vor allem menschenorientierte Führung und Verbundenheit.
Was wir brauchen, ist ein neuer Zugang. Einer, der den Menschen ins Zentrum stellt. Einer, der Herz, Empathie und Resonanz als strategische Erfolgsfaktoren begreift. Kein Esoterik-Kitsch, sondern echtes Verstehen und eine Change-Architektur, die auf Emotionen und weniger auf Ratio ausgelegt ist.
Wer „See. Feel. Change.“ statt „Analyze. Plan. Change.“ in der Transformation als dominante Logik verwendet, wird am Ende erfolgreich sein. Versprochen.
Dieser Beitrag wurde von Wolfgang Jenewein am 09.06.2025 auf LinkedIn veröffentlicht.