Its okay not to be okay!
Weltweit leben über eine Milliarde Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen. Diese Schlagzeile habe ich letzten Monat im Teletext schockiert zur Kenntnis genommen.
Die WHO-Daten zeigen: Psychische Erkrankungen sind allgegenwärtig und betreffen jeden von uns, direkt oder indirekt. Eine Milliarde Menschen. Und viele davon stehen jeden Morgen auf, gehen zur Arbeit, übernehmen Verantwortung, führen Teams – oft mit einem Lächeln, hinter dem sich Erschöpfung, Angst oder Überforderung verbergen.
It’s okay to not be okay!
Und doch tun wir im Berufsalltag häufig so, als wäre genau das nicht erlaubt. Dieser Satz ist deshalb nicht nur ein schöner Spruch, sondern er ist eine Einladung, unsere Haltung zu überdenken.
Aber wir gestalten die Unternehmenskultur, in der wir arbeiten. In vielen Unternehmen wird Stärke noch immer mit Kontrolle, Perfektion und Unnahbarkeit gleichgesetzt. Also ziehen wir eine Fassade hoch, funktionieren weiter und hoffen, dass niemand merkt, wie es uns wirklich geht. Doch wir verbinden uns nicht mit Fassaden. Wir verbinden uns mit echten Menschen.
Die Forschung von Brené Brown bringt es auf den Punkt: Vulnerability!
Verletzlichkeit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern die Grundlage von Vertrauen, Verbindung und wirksamer Führung. Mitarbeitende und Führungskräfte, die sich trauen zu sagen „Heute geht es mir nicht gut“ oder „Ich kenne gerade die Antwort nicht“, schaffen Raum.
Raum für psychologische Sicherheit, Menschlichkeit und echtes Engagement. Denn Motivation entsteht nicht durch Druck oder Perfektion, sondern durch Verbindung. Und Verbindung entsteht dort, wo wir uns zeigen, wie wir wirklich sind.
Dieser Beitrag wurde von Christian Lang am 19.12.2025 auf LinkedIn veröffentlicht.