Do Shit first!
Anfang Monat hatten wir die Ehre, Jonas Deichmann – Extremsportler und „deutscher Forrest Gump“ – als Speaker in unserer Sportmanagement-Weiterbildung begrüssen zu dürfen. Ein Triathlon rund um die Welt oder 120 Ironmans in 120 aufeinanderfolgenden Tagen – unvorstellbar was dieser Mensch leistet. Seine Geschichte und seine Haltung haben mich zutiefst beeindruckt … und vor allem neue Denkanstösse gegeben.
Hier sind einige Learnings, die ich aus seinem Vortrag mitnehmen durfte und gerne mit euch teilen möchte:
1. Do shit first!
Jonas lebt nach einer einfachen, aber unglaublich kraftvollen Regel: Beginne den Tag mit der unbeliebtesten Aufgabe – ohne sie zu hinterfragen. Bevor er ein Projekt beginnt, stellt er sich drei Fragen: Will ich das? Kann ich das? Und weiss ich, dass es hart wird? Wenn also während seines Triathlons um die Welt der Wecker um 5.40 Uhr klingelte, stand er auf und ging schwimmen – ohne Diskussion, ohne Zögern. Es geht darum, Routinen zu entwickeln, die zur Gewohnheit werden. Am Anfang ist es oft schwer, aber mit der Zeit wird es zur Routine. Dieses Muster, die „unangenehmen Dinge“ zuerst anzugehen, schafft eine enorme innere Stärke und Disziplin, die Jonas bei all seinen Abenteuern unterstützt. Wenn die „harten Aufgaben“ abgehakt sind, bleibt der Kopf frei für das Wesentliche. Ein Prinzip, das uns allen helfen kann, fokussierter und effektiver zu sein – nicht nur im Sport.
2. Ziele visualisieren
Jonas hat gezeigt, wie wichtig es ist, ein klares Bild vom eigenen Ziel vor Augen zu haben. Seine grossen Visionen, wie die Durchquerung Russlands bis zum Baikalsee, hat er immer wieder visualisiert. Doch Visualisierung allein reicht nicht – man muss es wirklich wollen und fest daran glauben. Diese Vorstellungskraft gibt ihm die Kraft und den Fokus, auch in schwierigen Momenten weiterzumachen. Die Vorfreude auf das Ziel gibt Energie und Motivation, jeden Tag die beste Version seiner selbst zu sein.
3. Grosse Ziele in kleine Schritte herunterbrechen
Grosse Ziele können überwältigend wirken. Jonas zeigte, wie er seine Herausforderungen in kleine, machbare Schritte aufteilt – wie zum Beispiel einen Schokoriegel an der nächsten Tankstelle auf seinem Triathlon rund um die Welt zu kaufen. Es geht darum, grosse Visionen zu visualisieren, sie aber im Tagesgeschäft auf kleine, greifbare Ziele herunterzubrechen. Diese kleinen Etappenziele machen den Weg greifbarer und motivieren Tag für Tag, das grosse Ganze nicht aus den Augen zu verlieren.
Zum Schluss teilte Jonas eine wunderbare Erkenntnis mit uns: Die schönsten Dinge im Leben gibt es umsonst.
Es sind die Erlebnisse, die Begegnungen mit Menschen und der Natur, die uns unvergessliche Momente schenken – und all das braucht kein Preisschild. Lasst uns also grosse Träume verfolgen, die täglichen Routinen schätzen und die einfachen Dinge im Leben nicht aus den Augen verlieren.
Dieser Beitrag wurde von Christian Lang am 08.01.2025 auf LinkedIn veröffentlicht.