die 3 häufigsten gründe warum unternehmen scheitern - gemäss Warren Buffett

Porträt von Warren Buffet

Wir arbeiten mit vielen Unternehmen, die Marktführer sind. Erfolgreich. Stabil. Respektiert.
Doch Erfolg hat eine Schattenseite: Wenn kein Schmerz da ist, fehlt oft das Verständnis, warum man sich überhaupt verändern sollte.

Und genau hier beginnt häufig der langsame Abstieg.

 

Der legendäre Investor Warren Buffett beschreibt dieses Muster mit den sogenannten „ABCs of business decay“ – den drei häufigsten Gründen, warum erfolgreiche Unternehmen untergehen:

A – Arrogance

Arroganz entsteht, wenn Erfolg zur Gewohnheit wird.
Wenn Führungsteams glauben, sie seien unantastbar. Wenn ein Gefühl von „Wir wissen es besser“ entsteht.
Sobald ein Unternehmen aufhört zuzuhören – Mitarbeitenden, Kunden, Marktveränderungen – wird es blind für neue Realitäten.

  • Was hilft: Demut kultivieren. Junge Stimmen hören. Annahmen in Frage stellen. Die Kultur des „Was, wenn wir falsch liegen?“ fördern.

B – Bureaucracy

Bürokratie beginnt oft mit guten Absichten – Prozesse sollen helfen, Qualität zu sichern.
Doch irgendwann kippt das System. Dann dienen Prozesse nicht mehr dem Fortschritt, sondern dem Erhalt des Systems.
Jede Entscheidung braucht ein Formular, jede Idee eine Freigabe, jeder Impuls eine Sitzung.
So ersticken Organisationen langsam an ihrer eigenen Komplexität. Menschen hören auf, Verantwortung zu übernehmen, weil sie wissen, dass sie ohnehin auf den nächsten Stempel warten müssen.

  • Was hilft: Prozesse verschlanken. Entscheidungen dorthin verlagern, wo das Wissen ist. Freiräume schaffen und Verantwortung abgeben. Mut belohnen.

C – Complacency

Bequemlichkeit ist besonders gefährlich, weil sie kaum auffällt.Wenn man glaubt, der bisherige Erfolg garantiere den zukünftigen, verliert man die Fähigkeit, sich selbst zu erneuern.
Man reagiert nur noch, statt proaktiv zu gestalten.

Unternehmen, die einst Pioniere waren, werden plötzlich zu Verwaltern ihrer eigenen Vergangenheit.

  • Was hilft: Wieder neugierig werden. Den externen Blick einfordern. Sich regelmässig fragen: „Was könnte uns überflüssig machen?“

 

Die gefährliche Wahrheit ist: Arroganz, Bürokratie und Bequemlichkeit entstehen genau dann, wenn ein Unternehmen am erfolgreichsten ist.

Deshalb ist es die Aufgabe von Führung, diese Signale früh zu erkennen und gegenzusteuern.

 

Hier ein kurzer Selbstcheck gegen die „ABCs of business decay“:

Arroganz:

  • Fördern wir offenen Widerspruch – auch gegenüber der Führung?
  • Sehen wir uns selbst noch als Lernende?
  • Holen wir regelmässig ehrliches Feedback ein?

Bürokratie:

  • Wie lange dauern wichtige Entscheidungen wirklich?
  • Gibt es Prozesse, deren Sinn niemand mehr erklären kann?
  • Erleben Mitarbeitende Gestaltungsspielraum oder Kontrolle?

Bequemlichkeit:

  • Fragen wir uns, was uns angreifbar macht – oder nur, wie wir wachsen?
  • Investieren wir in Lernen?
  • Schauen wir nach aussen oder nur auf interne Kennzahlen?

Dieser Beitrag wurde von Zani Sharifi am 05.01.2026 auf LinkedIn veröffentlicht.

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